Uckermärkische Musikwochen
Die Uckermärkischen Musikwochen bieten seit 1992 alljährlich im Sommer etwa zwanzig erstklassige Konzerte im Landkreis Uckermark.
Die Konzerte bieten nicht nur Musikgenuss, die Uckermärkischen
Musikwochen präsentieren als Konzertstätten atmosphärisch reizvolle
Speicher, Ställe und Scheunen, sowie kulturhistorisch bedeutende Kirchen
und Gutshäuser sowie Open-Air-Veranstaltungen in Landschaftsparks und
Schlossgärten.
Konzert in der Scheune des Kunsthofes Barna von Sartory in Grimme
Uckermärkische Musikwochen 2011
Die Uckermärkischen Musikwochen bieten im grünen Nordosten Brandenburgs zum 20. Mal Musik vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Musik aus nahen und fernen Ländern, Konzerte vom Solorezital bis zum Oratorium in Dorf-, Stadt- und Klosterkirchen, in Gutshäusern, Scheunen und Ställen. Oft kommt bei einem Konzert Überraschendes zusammen: Mittelalterliche Vokalmusik und Jazz im Kartoffellager in Naugarten, Barockmusik und Tango im Schafstall.
Blicke auf Musikkulturen und -epochen brauchen einen Ausgangspunkt,
das ist bei den Uckermärkischen Musikwochen die Barockmusik. So beginnt
das Festival mit einem Oratorium von J.A. Hasse aus dem Jahr 1750 und
ein zentrales Werk der Zeit, J.S. Bachs «Die Kunst der Fuge», erklingt
gleich zweimal: an der großen Barockorgel von Joachim Wagner in
Angermünde und auf zwei Cembali im Salon im Roten Haus zu Polßen.
Zweimal nähert sich das Festival Südamerika, beide Male aus ungewohnter Perspektive. Im Schafstall auf Gut Temmen zeigen Musiker und Tänzer, wie nah europäische Musik aus dem 17. bis 19. Jahrhundert dem argentinischen Tango ist, im Marstall des Gutes Suckow wird der Verbindung von Johann Sebastian Bach zur Musik Brasiliens nachgegangen.
Die Musiker kommen aus Polen und Tschechien, aus Russland und dem Baskenland, aus Australien und Argentinien, aus Sachsen und Frankreich, aus Japan, Berlin und der Türkei. Und aus der Uckermark selbst.
Auch uckermärkisch: Große Werke in kleiner Form – Beethovens 5. Sinfonie wird in der Gutshofscheune zu Bülowssiege von einem Streichquintett, Claudio Monteverdis Marienvesper wird von Solisten aufgeführt.
Das Ensemble Accento Prag zu Gast in der Fachwerkkirche Alt Placht bei Templin
In Memoriam Dietrich Wolff
Schon im Juni erinnert ein Konzert an Dietrich Wolff, der über 15 Jahre das Profil der Uckermärkischen Musikwochen prägte.
