Uckermärkische Musikwochen

Die Uckermärkischen Musikwochen bieten seit 1992 alljährlich im Sommer etwa zwanzig erstklassige Konzerte im Landkreis Uckermark.


Die Konzerte bieten nicht nur Musikgenuss, die Uckermärkischen Musikwochen präsentieren als Konzertstätten atmosphärisch reizvolle Speicher, Ställe und Scheunen, sowie kulturhistorisch bedeutende Kirchen und Guts­häuser sowie Open-Air-Veranstaltungen in Landschaftsparks und Schlossgärten.

Mit dem Biosphärenreservat Schorfheide Chorin, dem Naturpark Uckermärkische Seen und dem Weltnaturerbe Grumsiner Forst gehört die Uckermark zu den  natur- und kulturlandschaftlich interessantesten Regionen Deutschlands. Wer dort lebt oder im Sommer in der Uckermark weilt, kann sich über die regionalen Attraktionen hinaus bei den Uckermärkischen Musikwochen musikalisch auf die Reise in die weite Welt begeben.

Im ehemaligen Kuh- und Schafstall, in Scheunen, in Feldstein-, Fachwerk- und Backsteinkirchen, im Schloss, Klöstern und in einer Kartoffellagerhalle erklingt Musik aus dem 12. bis zum 21. Jahrhundert, vom Gregorianischen Gesang bis zur Jazzimprovisation.

Vor dem Konzert in der Franziskkanerklosterkirche AngermündeAuf dem Weg zum Konzert in der Franziskanerklosterkirche Angermünde, Photo: R. Mundzeck

Uckermärkische Musikwochen 2016

22 Konzerte in 22 «Konzertsälen» an vier sommerlichen Wochenenden im Landkreis Uckermark, das sind die Uckermärkischen Musikwochen mit Alter Musik, mit Musik der Klassik, Romantik und des 20. Jahrhunderts, darunter Tango und Folklore. Wobei «Konzertsaal» bei den Musikwochen unterschiedliches bedeuten kann: Dorfkirche, Scheune, Marstall, Schulaula, Kartoffellagerhalle oder Konsum, Schaf- und Kuhstall, Gutshaus oder Speicher.

Das Festival erwartet Musiker u.a. aus der Uckermark selbst, aus anderen deutschen Regionen, aus Tschechien und Polen, aus der Schweiz, aus Usbekistan, Indien, Persien, der Mongolei und Island. Das Festival beginnt mit einer Marienvesper, wo Gregorianik auf mehrstimmige Motetten und den konzertierenden Stil mit Vokalsolisten und Instrumentalbegleitung trifft. Elemente davon finden sich wieder beim Konzert in Dauer mit Vokalmusik der Renaissance und bei vielen anderen Konzerten mit Gesangssolisten und Barockensembles.

Zwei Konzerte widmen sich dem romantischen Lied: ein inszenierter Liederabend zu Leben und Werk von Clara Schumann und Fanny Hensel; Roman Trekel wird Lieder und Balladen von Carl Loewe singen, der jahrzehntelang im nahen Stettin tätig war. Zweimal steht Mozarts «Die Entführung aus dem Serail» auf dem Programm: in Lychen in einer Fassung für Streichquartett; Hans Schanderl inspirierte die Oper zu einer Komposition für eine Vielfalt von Instrumentalisten aus Orient und Okzident. In Temmen werden argentinische und russische Tangos zu hören sein, während in Naugarten mündlich überlieferte Musik für Frauenstimmen aus Spanien erklingen wird.